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© Quelle: Pixabay03. Februar 2026
Ausstellung zeigt Schicksal jüdischer Ärztinnen und Ärzte
© LÄK BWDie Ärztekammer eröffnet bei der Messe medizin 2026 die Ausstellung "Fegt alle hinweg" zum Approbationsentzug jüdischer Ärztinnen und Ärzte 1938.Die Ausstellung „Fegt alle hinweg…“, die aktuell in Stuttgart zu sehen ist, nimmt einen besonderen und historisch wichtigen Stellenwert ein. Sie bringt Interessierten ein dunkles, von Ausgrenzung und Unrecht geprägtes Kapitel der deutschen Medizingeschichte näher. Thematisiert wird das Schicksal jüdischer Ärztinnen und Ärzte, denen im Deutschen Reich 1938 die Approbation entzogen wurde.
Zum Hintergrund: Am 30. September 2025 jährte sich zum 87sten Mal, dass jüdischen Ärztinnen und Ärzten per Gesetz vom 25. Juli 1938 verboten wurde, ihren Beruf weiter auszuüben. Zum 31. Januar 1939 wurde die entsprechende Verordnung auch auf die jüdischen Zahnärztinnen und -ärzte, Tierärztinnen und -ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker ausgeweitet. Für die Betroffenen und ihre Familien war dies die Fortsetzung der bis dahin erlebten gesellschaftlichen Diskriminierung und Ausgrenzung in den ersten Jahren nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, maßgeblich vorangetrieben durch einflussreiche Verbände der Ärzteschaft beziehungsweise durch die neu geschaffenen Standesorganisationen. Viele verzweifelten, wählten den Weg ins Exil oder gar in den Suizid. Oft folgte auch das Leid der systematischen Verfolgung und die Ermordung in den Vernichtungslagern.
Ausstellung erweitert
Die Bezirksärztekammer Nordwürttemberg hat sich maßgeblich darum bemüht, die Ausstellung um Schicksale aus der Region Stuttgart und Umgebung zu erweitern. Eröffnet und gezeigt wurde die Ausstellung bereits am vergangenen Wochenende auf dem Stuttgarter Messegelände im Rahmen der Fachmesse medizin und des Ärztekongresses. Nun ist sie noch bis zum 13. Februar im Hospitalhof Stuttgart (Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart) zu sehen. Der Hospitalhof hat weitere Informationen und zum Besuch der Ausstellung auf seiner Website aufbereitet.
Mit der „Stuttgarter Erweiterung“ möchte die Kammer die hiesige Erinnerungskultur stärken und Bewusstsein schaffen für ärztliches Selbstverständnis und ethische Verantwortung. Der Stuttgarter Teil der Ausstellung stützt sich auf die von Dr. Susanne Rueß vorgelegte Dissertation „Stuttgarter jüdische Ärzte während des Nationalsozialismus“ von 2009, auf die Förderung der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg sowie auf weitere Recherchen.
Ursprünglich entstand die Ausstellung 2008 anlässlich des 70. Jahrestags des Entzugs der Approbation jüdischer Ärztinnen und Ärzte für München und wurde seitdem mehrfach um Porträts von Betroffenen aus anderen Regionen erweitert, darunter Nordrhein, Niedersachsen – und nun Stuttgart-Ludwigsburg. Gezeigt wird konkret, wie Verordnungen und Gesetze Lebensgeschichten zerstörten, aber wie auch vereinzelt durch Emigration neue Perspektiven eröffnet wurden.
