Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg führt die Zwei-Faktor-Authentifizerung für den Login auf www.aerztekammer-bw.de bzw. für den Zugriff auf das Dashboard ein. 

Falls Sie Ihre Zwei-Faktor-Authentifizierung noch nicht aktiviert haben, empfehlen wir Ihnen dies möglichst zeitnah vorzunehmen. Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ab April verpflichtend. 

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18. März 2026

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Internationaler Tag gegen Rassismus

Kein Platz für Rassismus und Diskriminierung

Symbolbild Menschen reichen sich die Hände gegen Diskriminierung© Adobe Stock / New Africa

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März bekräftigt die Landesärztekammer Baden-Württemberg ihr klares Eintreten gegen Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen. „Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen gehören Rassismus und Diskriminierung leider auch im Gesundheitsbereich zur Realität. Dem müssen wir entschieden entgegentreten“, sagt Dr. Robin Maitra, der Menschenrechtsbeauftragte der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte, Medizinische Fachangestellte, das Pflegepersonal und weitere Berufsgruppen können gleichermaßen von rassistischen Zuschreibungen und Diskriminierung betroffen sein – mit weitreichenden Konsequenzen. „Die Erfahrung von Rassismus und Diskriminierung ist für Betroffene selbst unglaublich belastend und führt auch zu einer Verschlechterung der gesundheitlichen Versorgung“, stellt Dr. Maitra heraus. Rassistische Zuschreibungen werden dabei von unbeteiligten Menschen meist weniger erkannt als von Betroffenen. – Patienten brechen nach Diskriminierungserfahrungen beispielsweise Behandlungen ab oder beginnen sie erst gar nicht. Dies zögert in der Folge das körperliche Leiden hinaus und begünstigt (weitere) psychische Belastungen. Wenn das medizinische Personal Diskriminierung erlebt, kann dies zum Leistungsabfall im Job führen und in der Folge Arbeitsunfähigkeit oder Jobwechsel nach sich ziehen.

Rassismus und Diskriminierung können viele Formen annehmen

Dabei muss es nicht gar nicht immer die auffällige und offenkundige Beleidigung sein. Rassismus und Diskriminierung können sich in vielen Formen äußern: unangemessene oder abfällige Kommentare, „Witze“ auf Kosten des Gegenübers, subtile Erniedrigungen, ein aufgrund einer vorgefertigten Meinung nicht ernstgenommenes Anliegen – das alles und mehr ist möglich.

Inzwischen finden sich immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen, welche die Existenz und Folgen von rassifizierenden Zuschreibungen im deutschen Gesundheitswesen belegen. – Allerdings gibt es auch Anstrengungen verschiedenster Akteure, um die Lage zu ändern. Die Ärztekammer unterstützt diese Entwicklungen und „bleibt am Ball“.

Davon abgesehen arbeitet die Ärzteschaft im Südwesten daran, den öffentlichen Fokus auf das Problemfeld zu lenken. So betonte die Landesärztekammer im Sommer vergangenen Jahres öffentlichkeitswirksam, sich für die Stärkung einer demokratischen und das Wohl des einzelnen Patienten ins Zentrum stellenden ärztlichen Grundhaltung einzusetzen. Die Standesvertretung wandte sich entschieden gegen eine offene Diskriminierung oder stille Stigmatisierung von bestimmten Patientinnen und Patienten sowie gegen eine verdeckte oder auch offene rassistische Diskriminierung.

Einsatz auch auf Bundesebene

Auch auf Bundesebene ist die Südwest-Ärzteschaft aktiv: So bezog der Deutsche Ärztetag 2024 mit ihrer Beteiligung im Rahmen einer Resolution Stellung und forderte dazu auf, „jedem Wiedererstarken von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung in unserem Land wachsam und entschlossen entgegenzutreten“.

Die Landesärztekammer sei kontinuierlich in Austausch mit relevanten Akteuren über Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen, sagt Dr. Maitra und betont: Auch jeder Einzelne könne etwas tun: eigenes – vielleicht auch unbewusstes – Verhalten kritisch reflektieren, aufmerksam bleiben, Ungleichbehandlung dort, wo man Zeuge davon werde, klar und deutlich ansprechen und auf diese Weise Betroffenen helfen.