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15. Juni 2026

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In der Gesundheitsversorgung unverzichtbar

MFA-Ausbildung für Schulabgänger sehr gute Wahl

Symbolbild: MFA gesucht© HNFOTO / stock.adobe.com

Das Ende des Schuljahres rückt in Baden-Württemberg näher. Viele Schulabgänger stehen damit vor der Frage, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Die Landesärztekamme Baden-Württemberg empfiehlt, eine Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten (MFA) ins Auge zu fassen. „Wer den Karriereweg als MFA beschreiten will, trifft eine sehr gute Wahl“, ist Kammerpräsident Dr. Wolfgang Miller überzeugt. „Der Beruf verbindet fachliche Kompetenz, gesellschaftliche Verantwortung und Nähe zum Menschen. Zugleich eröffnet er vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich und bietet eine hohe Arbeitsplatzsicherheit.“ Alle Jugendlichen, die sich für die MFA-Ausbildung entscheiden, wirken nicht nur aktiv dem Fachkräftemangel entgegen, sondern tragen auch mit dazu bei, die gesundheitliche Versorgung der Gesellschaft langfristig zu sichern.

Die Ausbildung zur/zum MFA dauert drei Jahre und findet dual statt. Landesweit stehen fast 30 Berufsschulen in allen Regionen zur Auswahl. Ausbildungsplätze findet man beispielsweise direkt in Arztpraxen, Krankenhäusern oder medizinischen Versorgungszentren. Ein Blick auf die Online-Stellenbörse der Landesärztekammer lohnt sich, denn auch hier sind Ausbildungsplätze für angehende Medizinische Fachangestellte im Südwesten gelistet. Die Chance kann also gleich zum Ausbildungsstart am 1. September ergriffen werden.

Sinnstiftende Tätigkeit

Dr. Sophia Blankenhorn, Vorsitzende des Ausschusses „Medizinische Fachberufe“ bei der Landesärztekammer, betont: „Wer sich für eine Tätigkeit als MFA entscheidet, weiß, dass man gebraucht wird, dass die Tätigkeit Sinn stiftet und dass man Menschen mit seinen Fertigkeiten hilft. Gibt es eine schönere Motivation für die tägliche Arbeit?“

Die MFA-Tätigkeit selbst ist vielfältig und abwechslungsreich: Als „Dreh und Angelpunkt“ vieler Arztpraxen steuern die MFA unter anderem die Patientenströme, kümmern sich ums Termin- und Abrechnungsmanagement, assistieren bei Untersuchungen und sind im Labor aktiv. Sie arbeiten oft selbstständig, können sich in einzelnen Bereichen spezialisieren und durch Zusatzqualifikationen und/oder Weiterbildungsmöglichkeiten perspektivisch (Team-)Führungsaufgaben übernehmen. Insgesamt sind die MFA essenzieller Stützpfeiler der Gesundheitsversorgung.

Gesundheitsversorgung von morgen sichern

„Wir leisten bereits jetzt unseren Beitrag, dass junge Menschen auf den spannenden MFA-Beruf aufmerksam gemacht werden und später gut ausgebildet dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen“, hebt Dr. Blankenhorn hervor. „Jede Person, die sich für eine Tätigkeit als MFA entscheidet, hilft dabei, auch die Gesundheitsversorgung von morgen zu sichern.“ Kammerpräsident Dr. Miller ergänzt: „Jungen Menschen, die auf das Ende der Schulzeit zugehen und vor der Berufswahl stehen, kann ich nur empfehlen, den MFA-Beruf kennenzulernen. Man tut etwas Sinnvolles und spürt das jeden Tag.“

Auf ihrer Website hat die Landesärztekammer viele weitere nützliche Informationen rund um die MFA-Ausbildung in einer eigenen FAQ-Rubrik zusammengetragen.

Hintergrundinformationen 

Das Schuljahr 2025/2026 endet in Baden-Württemberg in diesem Jahr am Mittwoch, 29. Juli. Am Donnerstag, 30. Juli, beginnen die Sommerferien.

Die Ausbildung zur/zum MFA dauert drei Jahre und findet dual statt: Neben dem Ausbildungsbetrieb (Arztpraxis, Medizinische Einrichtung) besuchen Auszubildende die Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb werden die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen. Als Ausbildungsbeginn zur/zum MFA empfiehlt die Ärztekammer den 1. September. Dabei handelt es sich um den regulären Starttermin, bei dem Ausbildungszeit und Berufsschulunterricht genau auf die Abschlussprüfung im Sommer abgestimmt sind. Am Ende des dritten und letzten Ausbildungsjahres finden üblicherweise im Zeitraum Mai bis Juli die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen statt.

Mit der MFA-Stellenbörse hat die Kammer im Engagement gegen den Fachkräftemangel ein starkes Zeichen gesetzt. Die Online-Börse fördert das unkomplizierte Zustandekommen von Arbeitsverhältnissen. Interessierte können MFA-Ausbildungsplätze in ihrer Region finden. Aber auch bereits ausgebildete Fachkräfte, die den Arbeitsplatz wechseln wollen, sowie Schülerinnen und Schüler, die auf der Suche nach einem Praktikum sind, finden entsprechende Angebote. Darüber hinaus bewirbt die Ärztekammer unter anderem im Rahmen von Kampagnen den MFA-Beruf, zeigt auf Ausbildungsmessen Präsenz und führt als zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz auch die MFA-Abschlussprüfungen durch.