Zwei-Faktor-Authentifizierung

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg führt die Zwei-Faktor-Authentifizerung für den Login auf www.aerztekammer-bw.de bzw. für den Zugriff auf das Dashboard ein. 

Falls Sie Ihre Zwei-Faktor-Authentifizierung noch nicht aktiviert haben, empfehlen wir Ihnen dies möglichst zeitnah vorzunehmen. Die Einrichtung der Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ab April verpflichtend. 

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17. Februar 2026

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Ambulant und stationär gemeinsam denken

Weiterbildungsverbund Pädiatrie als Antwort auf strukturellen Wandel

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Die Weiterbildung in der Pädiatrie befindet sich im strukturellen Wandel. Mit der Novellierung der Weiterbildungsordnung hat sich der Fokus deutlich erweitert: Neben der stationären Versorgung gewinnen ambulante Kompetenzen, Prävention und Kontinuität in der Patientenbetreuung zunehmend an Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund hat Anfang des Jahres die Kinderklinik Reutlingen gemeinsam mit niedergelassenen Pädiatern unter fachlicher Begleitung der Bezirksärztekammer Südwürttemberg einen Weiterbildungsverbund etabliert. Ziel ist es, stationäre und ambulante Weiterbildung nicht nur formal zu verknüpfen, sondern inhaltlich konsequent aufeinander abzustimmen. Perspektivisch ist ein flächendeckender Ausbau des Modells in der Region vorgesehen.

Im Verbund sollen Weiterzubildende frühzeitig Einblicke in beide Versorgungswelten erhalten, Übergänge verstehen und Kompetenzen erwerben, die sie für eine eigenständige Tätigkeit benötigen. Dazu gehören neben der Behandlung akuter Erkrankungen auch präventive Aspekte, Langzeitbetreuung chronisch kranker Kinder und die Zusammenarbeit mit Familien, Kitas, Schulen und anderen Akteuren.

Südwürttembergs Kammerpräsidentin Dr. Sophia Blankenhorn freut sich über den ersten pädiatrischen Verbund im Einzugsbereich ihrer Bezirksärztekammer und hofft, dass er allen Beteiligten hilft. Gleichzeitig sieht sie das Kooperationsmodell auch als motivierend für andere Regionen an. Langfristig solle der Verbund dazu beitragen, pädiatrische Versorgung in der Fläche zu sichern. Durch die frühe Bindung an die Region, persönliche Kontakte und positive Ausbildungserfahrungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass junge Kinderärztinnen und -ärzte sich dauerhaft vor Ort niederlassen oder in regionalen Versorgungsstrukturen engagieren.

Durch rotierende Weiterbildungsabschnitte und eine enge inhaltliche Abstimmung zwischen Klinik und Praxen entsteht ein konsistentes Ausbildungskonzept. Dieses ermöglicht es, Weiterbildungsinhalte nicht additiv, sondern integriert zu vermitteln. Der regelmäßige Austausch zwischen den Weiterbildern sorgt für Transparenz, klare Lernziele und eine kontinuierliche Evaluation der Ausbildungsqualität.