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© Quelle: Pixabay29. Januar 2026
Zukunft der Gesundheitsversorgung: Kammerpräsident diskutiert mit
© Landesärztekammer Baden-WürttembergWie sieht die Gesundheitsversorgung der Zukunft aus? – Dieses Thema wird heiß diskutiert. Ob Qualität der Versorgung, Lenkung von Patientenströmen, sektorenübergreifende Zusammenarbeit oder der Wert der Prävention: Es gilt, sich zukunftsfest zu machen angesichts der vielen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, schleppend voranschreitende Digitalisierung, unklare Finanzierungslagen sowie unkoordinierte Inanspruchnahme von Gesundheitseinrichtungen.
Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer, nahm kürzlich an einer Podiumsdiskussion für interessierte Bürger und Personen mit medizinischem Hintergrund in Friedrichshafen zu diesem Themenkomplex teil. Er repräsentierte die Perspektive der Ärzteschaft, aber auch Vertreter der Krankenhäuser, der Krankenversicherungen und der Politik waren dabei.
Gesundheitskompetenz an Schulen
Dr. Miller sprach unter anderem über die Bemühungen der Kammer, „Gesundheitskompetenz an Schulen“ in den öffentlichen Fokus zu bringen. – Die Landesärztekammer fordert seit geraumer Zeit, „Gesundheit“ als eigenes Unterrichtsfach in den Schulen einzuführen. Denn auf diese Weise könnten bereits in Kindheit und Jugend die Grundlagen für ein gesundes Leben geschaffen werden: Je früher und strukturierter man sich damit beschäftigt, welche gesundheitlichen Folgen beispielsweise das Rauchen, zu viel Alkohol, zu wenig Bewegung oder falsche Ernährung haben, desto besser ist es.
Bisher werden nach Ansicht der Kammer Gesundheitsaspekte im schulischen Kontext „nur“ im Rahmen von Projekten und Wahlpflicht-Optionen sowie „eingebettet“ in andere Fächer behandelt. Was fehlt, ist ein ganzheitlicher, systematischer Ansatz durch die Jahrgangsstufen hindurch. – Hier würde mit einem Schulfach Gesundheit gegengesteuert – und perspektivisch auch viel dafür getan, der Überbeanspruchung des Gesundheitssektors entgegenzuwirken.
Die Kammer bleibt dran
Dr. Miller nannte die Schwierigkeiten, das Projekt voranzutreiben. Bisher, so heiße es, sei mit Verweis auf den Lehrplan „keine Zeit dafür“. Er unterstrich allerdings: Die Kammer bleibe dran und setze ihre Bemühungen fort. Wichtig sei unter anderem auch, bei Bürgern das richtige Verständnis zu wecken.
Der „Südkurier“ berichtete über die Veranstaltung.
