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21. August 2026

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Am 1. September geht es los

MFA-Ausbildungsstart: Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen

Eine junge MFA lächelt in einer Praxis in die Kamera© fizkes / stock.adobe.com

Zum 1. September (empfohlener Ausbildungsbeginn) starten zahlreiche angehende Medizinische Fachangestellte (MFA) im Land ihre Berufsausbildung. Für die Landesärztekammer Baden-Württemberg ist dies eine gute Nachricht – vor allem im Hinblick auf die Zukunft der medizinischen Versorgung im Land. „Wir sind dankbar dafür, dass die Vielfältigkeit des MFA-Berufs und die damit verbundene gesellschaftliche Verantwortung nach wie vor begeistern und zur Ausbildung motivieren“, sagt Dr. Sophia Blankenhorn, Vorstandsmitglied der Landesärztekammer und Vorsitzende des Ausschusses „Medizinische Fachberufe“. Kammerpräsident Dr. Wolfgang Miller ergänzt: „Der Beruf verbindet fachliche Kompetenz, gesellschaftliche Verantwortung und Nähe zum Menschen. Zugleich eröffnet er vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten im Gesundheitsbereich und bietet eine hohe Arbeitsplatzsicherheit.“

Die Ausbildung zur/zum MFA dauert drei Jahre und findet dual statt: Neben dem Ausbildungsbetrieb (Arztpraxis, Medizinische Einrichtung) besuchen Auszubildende die Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb werden die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen. Im späteren Berufsleben sind die MFA dann als gut ausgebildete Fachkräfte der „Dreh- und Angelpunkt“ vieler Arztpraxen und helfen an entscheidender Stelle mit, die Patientenversorgung zu stemmen: So steuern sie beispielsweise Patientenströme, kümmern sich ums Termin- und Abrechnungswesen, assistieren bei Untersuchungen und arbeiten im Labor. Zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen zudem interessante Karriereperspektiven.

MFA werden händeringend gesucht

Gleichzeitig „drückt“ der Fachkräftemangel. MFA werden händeringend gesucht, um – besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer älter werdenden Bevölkerung – Patienten auch weiterhin adäquat betreuen zu können. Dies macht es aus Sicht der Ärzteschaft essenziell wichtig, gut qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. „Jede Person, die sich für eine Tätigkeit als MFA entscheidet, hilft dabei, die Gesundheitsversorgung von morgen zu sichern“, hebt Dr. Blankenhorn hervor.

Die Landesärztekammer und ihre Bezirksärztekammern engagieren sich daher auf verschiedensten Ebenen, um junge Menschen für den vielseitigen MFA-Beruf zu begeistern – etwa durch Präsenz auf Ausbildungsmessen, durch die Einrichtung einer MFA-Stellenbörse und durch Testimonials junger Leute, die sich bereits im Beruf befinden. Zugleich appelliert die Ärztekammer an die Politik, die Rahmenbedingungen für MFA weiter zu verbessern, um Berufseinsteiger auch langfristig im Tätigkeitsfeld zu halten.

Kammerpräsident Dr. Miller wünscht allen angehenden Auszubildenden einen erfolgreichen Start in die neue Lebensphase und ist von der gesellschaftlichen Relevanz des MFA-Berufs überzeugt: „Man tut etwas Sinnvolles und spürt das jeden Tag.“

Hintergründe zur MFA-Ausbildung: 

Als Ausbildungsbeginn zur/zum MFA empfiehlt die Ärztekammer den 1. September. Dabei handelt es sich um den regulären Starttermin, bei dem Ausbildungszeit und Berufsschulunterricht genau auf die Abschlussprüfung im Sommer abgestimmt sind. Am Ende des dritten und letzten Ausbildungsjahres finden üblicherweise im Zeitraum Mai bis Juli die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen statt.

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg ist die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle für die Ausbildung der MFA in Baden-Württemberg. Die vier Bezirksärztekammern im Einzugsgebiet der Landesärztekammer führen die MFA-Abschlussprüfungen durch. Darüber hinaus bieten sie den MFA unter anderem auch zahlreiche Fortbildungen an und unterstützen bei der beruflichen Weiterbildung.

Auf ihrer Website hat die Landesärztekammer viele Daten, Zahlen, Fakten und Tipps für MFA rund um die Aus- und Weiterbildung zusammengetragen.