31. März 2025

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Teilhabe

Neues Portal „Migration und Gesundheit“

Würfel zeigen Symbole des Gesundheitswesen - einen Krankenwagen, einen ARzt etc.© Adobe Stock / fotogestoeber

Stuttgart, 1. April 2025. Damit auch Menschen mit Migrationshintergrund und Zuwanderungsgeschichte die Einrichtungen des Gesundheitssystems gewinnbringend nutzen können, müssen sie Informationen verstehen und richtig zur Anwendung bringen. Dabei entpuppen sich Sprachbarrieren häufig als hohe Hürden. Sie halten Menschen davon ab, die Ärztin beziehungsweise den Arzt zu konsultieren. In der Folge verschlimmern sich Krankheiten oder chronifizieren.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat nun das mehrsprachige Portal „Migration und Gesundheit“ online gebracht. Es hilft Menschen mit Migrationshintergrund dabei, sich mit dem deutschen Gesundheitssystem vertraut zu machen. Es verlinkt zu Publikationen in über 40 Sprachen und steht in den Navigationssprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch zur Verfügung. Interessierte finden nützliche Infos unter anderem allgemein zum Gesundheitswesen (an welche Stellen kann man sich wenden, was ist ambulante und stationäre Versorgung, …?) sowie zu den Themenbereichen „Gesundheit und Vorsorge“, „Pflege“ sowie „Sucht und Drogen“. Die Verantwortlichen betonen, das Portal nach dem Launch kontinuierlich mit weiteren Inhalten zu erweitern.

Bekanntheit weiter steigern

Hier geht es direkt zum Portal. Wer beispielsweise gedruckte Informationsmaterialen (Flyer, Postkarte etc.) in der Arztpraxis oder Klinik auslegen und auf diese Weise das Portal weiter bekanntmachen möchte, kann die Verantwortlichen via E-Mail (migrationundgesundheit@bmg.bund.de) kontaktieren oder den Info-Flyer auch direkt auf der Website herunterladen.

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg unterstützt Aktivitäten, die dabei helfen, allen Menschen gleichermaßen den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Sie selbst ist mit hohem Engagement dabei und hilft beispielsweise bei den Bemühungen um eine bessere medizinisch-therapeutische Versorgung von (traumatisierten) Geflüchteten. Auch spricht sie sich unter anderem deutlich gegen jegliche Art von Rassismus und Diskriminierung im Gesundheitswesen aus und fordert einen besseren Versorgungs-Zugang für Menschen ohne Krankenversicherung.